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Geschichte

1872, 4. September
 Allgemeiner Deutscher Turntag in Bonn. Vereinigung der akademischen
Turnvereine Berlin, Graz und Leipzig zu einem Kartellverband.

1873, Dezember
 Aufnahme der ATV zu Göttingen. Gleichzeitig wurde beschlossen, den Versuch zu
unternehmen in Greifswald eine ATV, eine Akademische Turnverbindung, zu gründen.

1874, Juni
 Anreise des Berliner ATVers Hermann Schneider nach Greifswald. Er wurde zu dieser
Mission ausgewählt, da er in Greifswald studiert hatte und daher gute Beziehungen dorthin
besaß. Nach zweitägigen Besprechungen war die Gründung einer ATV zu Greifswald gesichert.

1874, 15. Juni
 Gründung eines Vereins unter dem Namen
AKADEMISCHER TURNVEREIN ZU GREIFSWALD
durch 18 Turner.

1875
 Aufnahme des Vereins in den Kartellverband der Akademischen Turnvereine (farbentragender
Verband).

1885, 26. Juli
 Austritt aus diesem Verband.
November: Gründung des Altherrenverbandes der ATV zu Greifswald.

1886, 13. Juli
 Eintritt der ATV zu Greifswald als 7. Mitglied in den Akademischen Turnerbund.

1897
 Einweihung des eigenen Bootshauses in Greifswald.

1912, 15. Juni
 Aus Anlass des 38. Stiftungsfestes erhält die Aktivitas ein eigenes großes
Verbindungshaus.

Nach der Übergabe des eigenen Hauses erlebte der Verein einen rasanten Aufstieg, der durch
den 1. Weltkrieg unterbrochen wurde. Den Höhepunkt dieser Entwicklung erreichte die
Verbindung in den 20er Jahren (teilweise bis zu 100 Aktive).

1923
  Der Name des Vereins wurde von der Aktivitas eigenmächtig verändert. Der neue Name enthält anstatt des Wortes "Verein" das Wort "Verbindung". Er lautet:
AKADEMISCHE TURNVERBINDUNG ZU GREIFSWALD.

1938
 Durch die veränderten Machtverhältnisse nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler wurde
das Arbeiten für Studentische Verbindungen erschwert und kam zum völligen Erliegen. Die
Verbindungen gingen im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDSB) auf.

Das letzte Mitteilungsblatt vor dem 2. Weltkrieg erscheint.

1947, 27. November
  Gründung der Studentischen Vereinigung Amicitia zu Marburg. Diese
Vereinigung ging aus ehemaligen Mitgliedern der Kameradschaft LÜTZOW hervor. Dort hatten
sich während des Dritten Reiches Mitglieder der in Marburg ansässigen Burschenschaft Arminia
vereinigt. Nach der Wiedergründung der AH-Schaft der Burschenschaft Arminia wurde von
deren Seite versucht, durch die Studentische Vereinigung Amicitia eine neue Aktivitas
aufzubauen.

1950
 Differenzen über Mensur, Couleur und Chargenwichs führten schließlich zum endgültigen
Bruch. Etwa zwei Drittel der Aktivitas konnte sich mit diesen Bedingungen nicht
mehr identifizieren. Trotzdem blieb die Amicitia vorerst eine Burschenschaft.

1951
  Auf dem Burschentag in Bingen kam es zum offenen Eklat, der zum Austritt der Amicitia aus der Deutschen Burschenschaft führte. Parallel zu dieser Entwicklung erfolgte die Gründung einer eigenen AH-Schaft.

1952
 Auf dem Alt-Akademikerkommers in Kassel erfolgte die erste Kontaktaufnahme zwischen einigen
Mitgliedern der Amicitia und Greifswalder ATVern.

1953, 24. Mai
Der KAHV (Korporations-Altherren-Verband) der ATV zu Greifswald und die Studentische Vereinigung Amicitia vereinigen
sich zur ATV AMICITIA ZU GREIFSWALD IN MARBURG.

60er Jahre
 Um nach langen Jahren ohne eigenes Verbindungshaus diesen Zustand zu ändern, wird ein Grundstück am Cappeler Berg angekauft. Nach längerer Zeit der Planung wird schließlich der Versuch, einen Neubau zu erstellen, aufgegeben.

1964
  Das Verbindungshaus in der Großseelheimer Straße wird erworben. In den folgenden Jahren
erlebt die ATV Amicitia zu Greifswald in Marburg einen neuen Aufschwung. Besonders deutlich
zeigt sich diese Entwicklung im Aufblühen verschiedener Sportarten (u.a. Handball).

70er Jahre
 Es erfolgt eine Neuorientierung innerhalb der Aktivitas. Als herausragendes Beispiel sei hier die Position zur Damenfrage erwähnt.

1982, Wintersemester
 In diesem Semester konnte die mehrjährige Diskussion über die Aufnahme
von Damen in die Verbindung beendet werden. Seit diesem Semester werden Damen als
gleichberechtigte Verbindungsmitglieder aufgenommen.

1994, Sommersemester
  Das 120. Stiftungsfest wird in Greifswald gefeiert.

1995
  Beginn der Renovierungsarbeiten am Verbindungshaus.

1995, 29. April
Unterzeichnung der Marburger Erklärung.

2004, Sommersemester
  Das 130. Stiftungsfest wird in Marburg gefeiert